Rostvorsorge beim Oldtimer ?

Was ist Rost ?

In den meist 25 - 30 Jahren, auf dem Weg zum Youngtimer hat jedes Kraftfahrzeug viele Betriebsjahre in Hitze, Regen Eis und Schnee hinter sich bringen müssen. Vielen sind oft auch vom Tausalz durchnässte Straßen nicht erspart worden.

Dies hat in den Hohlräumen der selbsttragenden Karosserien zu mehr oder weniger viel Rost gesorgt. Da Hohlräume von außen nur schwer einsehbar sind, hatte der Rost oft Jahre Zeit sich von innen nach außen durchzufressen. Die Folge, aufwendige, oft schwierige und immer teure Reparaturen.

So haben viele Modelle, die wir heute bei jeder Oldtimer-Treffen gerne gesehen hätten, vorzeitig den Weg zum Schrottplatz gefunden.

Aber auch, wenn wir jetzt einen Oldtimer in der Garage stehen haben, ist der Rost immer noch, oder auch schon wieder ein Thema. In den 60er und 70er Jahren waren „Rostvorsorge“ und „Hohlraumkonservierung“ in der Automobilindustrie Fremdworte. Auf eine entsprechende Behandlung der Neuwagen wurde damals gerne verzichtet. Mit den Konsequenzen müssen wir uns heute herumschlagen. 

 

Rost ist das Korrosionsprodukt, das aus Eisen oder Stahl durch Oxidation mit Sauerstoff und Wasser entsteht. Rost macht Metalle porös, diese verlieren ihre Stabilität und Tragkraft.

Wie den Feind richtig bekämpfen

Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, leider auch mit unterschiedlichen Ergebnissen. Abschleifen und dann neu lackieren bring nur optisch und auch nur sehr kurzfristig Verbesserung. Eine vernünftige Rostvorsorge – eine gute Sperrschicht zwischen Blech und Lack muss sein. In der Regel verwenden wir dafür Untergrundfarbe mit Rostschutzeigenschaften, die dann überlackiert werden. Dies hilft aber nur, wenn zuvor der Rost nachhaltig und konsequent beseitigt wurde. In Hohlräumen, bei unseren Autos sind diese an sehr vielen Stellen zu finden, ist dies nicht möglich. Man kommt nicht in Hohlräume um sie abzuschleifen! Hier muss also eine Behandlung stattfinden, die über der Rostschicht wirksam wird. Der Erfolg, oder schlimmer der Nichterfolg einer solchen Behandlung wird dann erst nach Jahren sichtbar.

 

Eine große, marktführende Oldtimer-Zeitschrift hat vor Jahren hierzu einen Test durchgeführt und dann fünf Jahre später die gleichen Testproben nochmals begutachtet. Mit erstaunlichen Ergebnissen.

Für den Test wurden 28 Blechkästen, der Form und Gestaltung von Schwellern gefertigt und mittels Salzwasserlösung angerostet. Jeder Probe wurde mit exakt der gleichen Menge Rostschutzmittel verschiedener Hersteller nach deren Anwendungsvorschriften behandelt.

Diese Proben wurden danach auf dem Dach eines Hauses lange Zeit dem Wetter ungeschützt ausgesetzt und zusätzlich in regelmäßigen Abständen erneut einem Salzwasserbad ausgesetzt.

Voraussetzung für eine - theoretisch - erfolgreiche Rostschutzmaßnahme ist das Fernhalten von Feuchtigkeit und Sauerstoff. Naturgemäß bei Autos in unserer Atmosphäre kaum möglich. Aber man kann es versuchen, am besten sind dafür zwei Materialien geeignet. Nämlich Fette und Wachse.

Bei noch relativ neuen Blechen sind es die Wachse mit den guten Ergebnissen, auf bereits angerosteten Blechen wie den Innenseiten von Autoschwellern bei Oldtimern, erzielt man – laut Test – mit Fett die weitaus besseren Ergebnisse.

Dabei lautet die Formel: Viel hilft auch viel.

 

Der Test von 28 Produkten brachte eindeutige Sieger und viele Verlierer, teilweise mit sehr bekannten, namhaften Produkten.

Dann wurden die Proben wieder verschlossen, weitere FÜNF Jahre auf das Dach verbannt und erst danach erneut geöffnet. Das verblüffendes Ergebnis; auch nach weiteren fünf Jahren bleiben die ersten Plätze unverändert. Gewinner waren hier eindeutig die Fette.

Erhebliche Unterschiede gab es aber auch beim Preis. Während manche Produkte im Einzelhandel zum selber machen angeboten werden, sind Andere nur vom Fachbetrieb zu verarbeiten. So können für einen durchschnittlichen PKW sehr schnell mehrere hundert Euro Differenz entstehen. Leider sind der Testsieger, aber auch einige der Platzierten nicht besonders Umweltfreundlich, oder in der Handhabung nicht ungefährlich. Und noch ein Punkt sollte erwähnt werden, Fette erzielen ihre Punkte durch ihre hohe Kriechfähigkeit. Der Vorteil hat aber auch einen Nachteil. Bei höheren (Sommer)-Temperaturen tritt Fett leicht aus allen Ritzen und Öffnungen hervor, was zu Verschmutzungen führt.

 

Fazit: Die Hohlräume unserer Fahrzeuge möglichst bald mit (viel) Korrossionsschutzfett von einem Werkstattbetrieb behandeln lassen.

Dieter Schelske © 2016

 

 

 

 

Richtige Hohlraumkonservierung gibt es nur vom Fachmann!

 

WALTERS   OLDI   KLINIK

in   8822 Mühlen  /  0664 - 903 95 31

verwendet den Testsieger.

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