NEIN:                                                                                                     15. Mrz. 2016

Die Oldi-Freunde Hörfeld bauen KEINEN eigenen Radarkasten !

 

Bei diesem noch in Arbeit befindlichen Teil, handelt es sich um den ersten Prototyp unserer neunen STARTUHR für Rallye Sonderprüfungen.

Dieser Kasten wird bei unserer Rallye und evtl. schon beim Praxis-Teil des Einsteigerkurses in Mühlen zu sehen sein. 

Diese Konstruktion wird am Start einer Timing-SP stehen.

Das Gerät zeigt einen Bildschirm,

auf dem eine große digitale Uhr zu sehen sein wird, die jeweils 30 Sekunden nach der vollen Minute mit einem "count-down" zur nächsten Minute beginnt.

Dabei werden die Sekunden rückwärts zählend bis zum Start bei Null

angezeigt.

 

Selbstverständlich ist die Synchronisation dieser "Startuhr" mit der Uhr an der Ziellichtschranke möglich.

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13. Mrz. 2016:

 

1000 m gefunden

 

Am Samstag haben Walter und ich uns aufgemacht um die genauen 1000 m zu finden.  Auf einer kleinen Seitenstraße in der Nähe von Mühlen haben wir die Strecke jetzt genau vermessen können. Um ganz sicher zu gehen, haben wir  die Prozedur mit dem Messrad gleich mehrmals wiederholt.

 

 

Die so sehr exakt ermittelte Entfernung wurde dauerhaft mit kleinen Farbmarkierungen fixiert. 

Eine genaueste Kalibrierung unserer "Tripmaster" ist nun sicher gestellt.

Nach Umrüstung auf Sommerbereifung ist nun eine Neujustierung kein Problem mehr.

 

Natürlich ist auch für jedes NEUE Gerät, das von Walters Oldi Klinik

ab jetzt neu installiert wird, eine solch genaue Einstellung garantiert. 

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Genaue 1000 m gesucht!

 

Denn nicht immer hat ein KM auch 1000 m.  Erkenntnisse beim kalibrieren neuer Tripmaster.

 

Kilometersteine sind keine Erfindung der Neuzeit, schon im alten Rom gab es solche Entfernungsangaben. Entsprechend ist auch deren Genauigkeit.

 

Auch nutzt ein Stein, der mir mittelt das es von ihm bis Berlin 700 km sind, herzlich wenig.

Solche Entfernungsangaben waren in Zeiten von Postkutschen noch informativ, und wenn wir uns auch mit Oldtimern befassen, so alt und unpräzise ist zu wenig. 

Hier ist genaueres gefragt.

Und auch im heutigen Oldtimer-Rallye-Sport ist jede Art von Wegstreckenzählern hilfreich. Nur sollten auch diese sehr genau sein.

Ich möchte hier jetzt nicht auf die vielen Modelle und die Frage der Zulässigkeit eingehen, denn bei allen Systemen ist eines gleich, sie müssen kalibriert werden. 

 

Das heißt, jedes Gerät muss auf das jeweilige Fahrzeug so angepasst werden, dass die KM-Anzeige möglichst genau stimmt. Voraussetzung dafür ist eine Teststrecke von exakt 1000 Metern. Und hier liegt aber das Problem, denn wie kann ich auf der Straße eine solche genaue Entfernung festlegen? Vor wenigen Tagen stand ich genau vor diesem Problem.

 

Ganz früher, mit dem originalen HALDA Tripmaster fuhr man zu einem VDO-Stützpunkt zum „ausrollen“. Die hatten am Hof eine Strecke, rechneten auf 1000 m hoch und verkauften einem die passenden Zahnräder. VDO ist mehrfach weiterverkauft worden und 2008 wurde das Endkundengeschäft ganz aufgegeben.     Wie gesagt, früher.

Nun, vor der Tür gibt es eine Bundesstraße mit Kilometertafeln. Diese stehen alle 200 m am Straßenrand. Also kurzerhand hier von KM 8.0 bis 9.0 gefahren und fertig. Leider musste ich schnell feststellen, auf einer anderen Bundesstraße weicht mein Gerät teilweise erheblich von den KM-Tafeln ab.  Das war nichts.

Abends im Bett viel mir dann ein, bei vielen Rallyes geben die Veranstalter im Bordbuch eine Referenzstrecke an. Profis gleichen so ihre (elektronischen) Geräte an das jeweilige Bordbuch an, doch wird diese Arbeit bei fast jeder Rallye notwendig, da die Referenzstrecken auch nicht gleich sind.

 

                                Also auch keine Lösung.

Es wird wohl darauf hinauslaufen, die 1000 m auf einer möglichst geraden Straße zu Fuß abzumessen. Natürlich ist ein normales Maßband dafür ungeeignet. Ein Hodometer muss her. Kein Mensch sagt heute noch Hodometer, es ist nichts anderes als ein Meßrad, wie es von der Verkehrspolizei und Bauhöfen eingesetzt wird. Messrad  In einigen Tagen werde ich mich mit einem solchen Rad auf den Weg machen, mal schauen wie weit der von mir so ermittelte Kilometer von den kleinen blauen Tafeln abweicht.  Zwei kleine Markierungen am Straßenrand und in Zukunft wird die Justierung von Tripmaster & Co. keine unlösbare Aufgabe mehr sein.

 

 

Das ist wichtig, denn nicht nur bei der Installation von neuen Geräten, sonder bei jeder Veränderung am Fahrzeug muss die Kalibrierung des Tripmaster neu durchgeführt werden.

Das ist natürlich auch nach dem Wechsel von Winter- auf Sommerbereifung, bei Verwendung anderer Rad-/Reifendimensionen, oder evtl. schon nach einem simplem Reifenneukauf nötig.

 

Doch mussten früher noch die dafür notwendigen neuen Zahnräder, erst mittels komplizierter Tabellen errechnet werden, reicht es heute aus, für den zweiten Satz Räder am Auto nur noch die passende Kalibrierungszahl einzustellen. 

                                                                                                                                                                                                          Gedanken von Dieter Schelske